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Warum EAM als Digitaler Zwilling für Unternehmen besser funktioniert, Teil 2.

Die moderne EAM-Anwendung.

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Eine Blog-Serie von Brian Halkjær, Partner bei Westernacher, und Thomas Teglund, Lead Enterprise Architect bei Securitas.

In der letzten Folge dieser Blogserie haben wir untersucht, wie Sie den oft übersehenen Wert des Enterprise Architecture Management (EAM) besser herausstellen können. Wir haben die Analogie von EAM als digitalem Zwilling des Unternehmens eingeführt, mit dem Ziel, die Komplexität rund um den Wert von EA zu vereinfachen und sie für Entscheidungsträger zugänglicher zu machen.

Wie datengesteuerte EAM-Anwendungen mit dem Konzept des digitalen Zwillings übereinstimmen.

Wir glauben, dass diese Analogie auch für moderne EAM-Anwendungen wie LeanIX (auf das wir unsere Schlussfolgerungen stützen werden) und andere relevant ist.

Eine moderne EAM-Anwendung ist darauf ausgelegt, die größeren Bausteine eines Unternehmens zu erfassen, zu pflegen und zu analysieren, und zwar in einer Weise, die den Ansatz des digitalen Zwillings widerspiegelt. Durch die Erstellung eines umfassenden, datengesteuerten Modells der Unternehmenslandschaft bietet eine moderne EAM-Anwendung einen „Ist-Zustand“ und unterstützt gleichzeitig die Szenarioplanung für künftige Änderungen und die Vorhersage künftiger Zustände.

Die Anwendung stellt nicht nur die Struktur der Technologie- und Geschäftslandschaft eines Unternehmens dar, sondern spiegelt auch deren dynamische Beziehungen und Abhängigkeiten wider. Die moderne EAM-Anwendung ermöglicht es dem Unternehmen, Änderungen an der IT-Landschaft zu simulieren und aufzuzeigen, wie sich diese Änderungen auf das Unternehmen auswirken würden.

Wenn ein Unternehmen beispielsweise erwägt, bestimmte Anwendungen in die Cloud zu verlagern, kann LeanIX dabei helfen, die Auswirkungen dieser Verlagerung auf die breitere IT-Landschaft zu visualisieren und den Beteiligten zu helfen, besser informierte Entscheidungen zu treffen. Auch wenn dieser Fokus ein anderer ist und wir in LeanIX die größeren Bausteine eines Unternehmens orchestrieren, so ist dies doch sehr ähnlich, wie digitale Zwillinge es Ingenieuren ermöglichen, Änderungen zu testen, bevor sie das Produkt in der physischen Welt verändern.

Anpassung des Konzeptmodells des digitalen Zwillings (Grieves, 2015)

Dieser dynamische, datengesteuerte Ansatz macht eine moderne EAM-Anwendung wie LeanIX zu mehr als nur einem Informationsspeicher. Es handelt sich um eine aktive, sich weiterentwickelnde Darstellung Ihres Unternehmens, oder mit anderen Worten, um einen digitalen Zwilling Ihrer Geschäfts- und IT-Landschaft. Durch die Integration präziser Daten aus Ihrem Unternehmen in LeanIX kann die Anwendung die Auswirkungen verschiedener Szenarien zur Geschäftstransformation oder Kostensenkung auf Ihre IT-Landschaft visualisieren. Dieser datengesteuerte Ansatz ermöglicht auch eine proaktive Risikominderung. Mit LeanIX können Sie beispielsweise Szenarien für Abhängigkeiten von veralteter Software planen oder die Risiken bewerten, die mit der Abhängigkeit von bestimmten Anwendungen verbunden sind, bevor Sie Änderungen an der Realität Ihres Unternehmens vornehmen.

Durch die Übernahme dieser Digital-Twin-Perspektive oder Teilen davon wird EAM für die Stakeholder im Unternehmen zugänglicher und verständlicher und zeigt, dass es sich nicht nur um eine IT-zentrierte Maßnahme handelt, sondern um einen entscheidenden Faktor für die Ausrichtung der IT auf die Geschäftsstrategie. Darüber hinaus fördert die gemeinsame Erforschung von Möglichkeiten und Szenarien durch Geschäfts- und Technologieakteure auf der Grundlage eines digitalen Zwillings des Unternehmens eine ganzheitliche Perspektive auf die Bewältigung von Herausforderungen und Chancen. In diesen Gesprächen wird für alle Beteiligten deutlich, wie scheinbar lokale Entscheidungen aufgrund versteckter Abhängigkeiten weitreichende Auswirkungen haben können.

Natürlich gibt es offensichtliche Unterschiede zwischen den industriellen digitalen Zwillingen, zu denen wir Parallelen ziehen, und EAM-Anwendungen. Erstere erhalten einen endlosen Datenstrom von IoT-Geräten usw. über alle Details der Dinge. Sie sind schnelllebig und weisen einen hohen Grad an Granularität/Detailgenauigkeit auf. Da wir mit dem höheren Abstraktionsgrad in EAM-Anwendungen arbeiten, befassen wir uns mit einer Darstellung, die langsamer und weniger granular ist. Ein weiterer wichtiger Unterschied besteht darin, dass sich der „ursprüngliche“ digitale Zwilling weitgehend mit physisch beobachtbaren Konzepten befasst, während wir uns in einer EAM-Anwendung in erster Linie mit abstrakteren Konzepten beschäftigen, die mit bloßem Auge nicht sichtbar sind. Eine Geschäftsfähigkeit, einen Microservice oder eine modernisierte Technologieinfrastruktur kann man nicht ohne Weiteres beobachten.

Wir sind uns also bewusst, dass es sich nicht um einen Digital Twin for Organizations (DTO) im Sinne der formalen Definition solcher Softwaremodelle handelt. Dennoch ist es verlockend, den Begriff „Digital Twin of Enterprises (DTE)” zu prägen, wenn das LeanIX-Metamodell in einem Unternehmen zum Einsatz kommt. Vorerst verzichten wir jedoch darauf, diesen Begriff offiziell zu verwenden, da er zu unproduktiven Diskussionen führen könnte. Unser Fokus liegt weiterhin darauf, EAM zu einem attraktiveren Konzept zu machen.

Nächster Beitrag in der Blogreihe.

Im nächsten Artikel dieser Blogreihe werden wir die wesentlichen Voraussetzungen für den Erfolg mit datengesteuerter Unternehmensarchitektur untersuchen. Wir werden die entscheidende Bedeutung von Datenqualität und Qualitätssicherung hervorheben, um einen digitalen Zwilling des Unternehmens effektiv aufzubauen.

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